Ein Logo ist ein wichtiges Identifikationssymbol, es ist aber weitaus mehr als ein Erkennungszeichen.
Die in unserem Logo verwendeten Gestaltungselemente sind:
1.) das urchristliche Symbol des Kreuzes und
2.) zwei geschwungene Bahnen, die die Beziehung zwischen Gott und Mensch wiedergeben.

 

Das Kreuz

Das Kreuz – Christus – bildet die Mitte, das Herzstück unseres Lebens. Der Form nach ist es an unserem Professkreuz stilisiert. Es ist ein symbolisierter Auftrag, jedes Gebet und jede Handlung aus der Verbindung mit Christus in der Profess zu verrichten, von dem wiederum aller Einsatz seine Kraft erhält.

Die Beziehung zwischen Gott und die Menschen
Die Schwingungen verleihen dem Logo eine Dynamik und deuten in erster Linie auf das liturgische „ Prinzip“ des Abstiegs und des Aufstiegs (griechisch: katabasisanabasis), sowie auf die sich so rasant verändernde Welt und die daraus resultierende Herausforderung für das Ordensleben.

Die erste Schwingung, von oben nach unten, symbolisiert, den Abstieg (griech. katabasis) Gottes zu den Menschen, seine herabneigende Handlung zum dessen Wohl und Heil. In der Heilsgeschichte der Menschheit geht die Initiative der verzeihenden Liebe immer zuerst von Gott, also „von oben“ herab, sie gipfelt in der Menschwerdung Christi. Eine der schönsten Weihnachtsantiphonen des benediktinischen Stundengebets lautet:

„Für uns Menschen und zu unserem Heil, ist Er vom Himmel herabgestiegen“

Wir betrachten den Abstieg Gottes zu seinem Volk nicht „nur“ als den „vom Himmel hernieder“, sondern auch als den „vom Kreuz nach unten“. Es ist die CARITAS – die tätige Liebe, die Liebe Gottes zu den heil- und hilfsbedürftigen Menschen, seine Hingabe „bis zum Tod am Kreuz“.

Die zweite Schwingung, von unten nach oben, symbolisiert den Aufstieg (griech. anabasis) der Kirche zum Gott, unser Lob, unser Dank, unsere Liebe und Anbetung – das ist unsere Antwort auf die einladende Initiative Gottes. Es ist auch unsere Aufgabe als Ordensfrauen die vielen Anliegen der Menschen in der Eucharistie und in der Anbetung vor Gott zu tragen, für ihre Sorgen zu beten und ihr Leben auf diese Weise zu begleiten.

Da die eucharistische Anbetung unser Hauptcharisma ist, möchten wir noch kurz auf die Eucharistie hinweisen, denn gerade hier finden der Abstieg und der Aufstieg ihren Sitz im Leben: „Im Hochgebet findet also eine anabasis (Aufstieg) der Gemeinde zu Gott statt, welche durch die in Christus endgültig und ein für allemal geschehene und im Wort der Verkündigung repräsentierte Katabasis Gottes ermöglicht ist.“

(Meßner, Reinhard (2001): Einführung in die Liturgiewissenschaft, Paderborn, S. 198)
 

Die Farben

Die blaue Farbe ist, rein symbolisch betrachtend, die Farbe des Himmels, der Unendlichkeit und Unbegrenztheit der Liebe Gottes, die tagtäglich zu uns Menschen herabsteigt und auf die wir in unseren irdischen Leben hingehen. Im biblischen Verständnis ist der Himmel der Thronsitz Gottes, „die Auge zum Himmel zu erheben“ bedeutet auf seine rettende Hilfe zu vertrauen. Es gehört zum „Aufstieg der Kirche“ (anabasis) ermattet auf den Himmel zu blicken, Gottes Hilfe zu erhoffen und sich nach seinem heilenden Wirken zu sehnen. Es weist gleichzeitig auf die eschatologische (endzeitliche) Dimension der Kirche, auf die Erwartung des endgültigen Kommens des Herrn, hin.

Die weiße Farbe ist jene der Reinheit, der ungestörten Beziehung zwischen Gott und Mensch. Sie ist die Farbe der Reinigung (der Heilung) und der Vergebung: „Wären eure Sünden auch rot wie Scharlach, sie sollen weiß werden wie Schnee“ (Jes. 1,18).

Die reinigende und heilende Wirkung Gottes geht uns immer voraus, es ist sein Abstieg (katabasis) in die Seele und das Leib des jeden einzelnen Menschen.
Unser Ordensleben soll der Heilung der ganzen Menschheit dienen.

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